Gelände

Im Grid 1.6 Gelände können folgende Merkmale erfasst werden:

  • Geländetyp (GL-Typ)
  • Inklination (INK) (Neigung)
  • Exposition (EXP) (Lage bezogen auf die Himmelsrichtung)
  • Höhenlage [m] über NN (HL)
  • Geländeausformung (GAF)
  • Flächenanteil der Geländeausformung [%] (GAF-ANT)
  • Erfassungszeitpunkt (EFZ)
  • Befahrbarket (BEF)
  • Blocküberlagerung (Blck-Ül) (Überlagerung des gewachsenen Bodens mit Felsstücken und großen Steinen von mehr als 20 cm Durchmesser. Blocküberlagerung findet sich häufig an Hängen unterhalb härterer anstehender Gesteinsschichten und stellt ein Hindernis für die Waldarbeit und für die Anlage von Rückegassen oder Maschinenwegen dar.)
  • Notiz

Im Grid (1.6) können für jeden Waldbestand mehrere Geländeinformationen festgehalten werden. Die Informationen sind im Wesentlichen durch den Forsteinrichter zu messen bzw. gutachterlich einzuschätzen. Bei unterschiedlicher Ausprägung im Waldbestand können mehrere Datensätze mit fortlaufender Nr. angelegt werden.

Im folgenden Beispiel wurden zu einem Bestand Geländeinformationen erfasst: Geländetyp=Ebene, Inklination=eben, Exposition=Osten, Höhenlage=50m ü NN, Geländeausformung=glatt bis wellig, Geländeausformung-Anteilfläche=100%, Befahrbarkeit=befahrbar, Blocküberlagerung=gering, Erfassungszeitpunkt=1.1.2024

FIP2 Grid 1.6 Gelände (Beispiel)

Geländetyp (GL-Typ) Eingabe nur für HB, NHB und NEF nach unten genanntem Schlüssel; im Wesentlichen keine Eingabe für SF Der Geländetyp stellt eine komplexe Einordnung der Geländesituation des Waldbestands dar. Er hat sowohl technologische als auch standörtliche Aussagekraft. Es handelt sich um keine Pflichteingabe.

FIP2 Merkmalsschlüssel für den Geländetyp

Inklination (INK) Eingabe nur für HB, NHB und NEF nach unten genanntem Schlüssel; im Wesentlichen keine Eingabe für SF Die Inklination bringt die überwiegende Hangneigung des Geländes innerhalb des Waldbestands zum Ausdruck. Sie dient der Beurteilung der ökologischen und technologischen Wertigkeit von Standorts- und Bestockungsmerkmalen. Weiterhin ist sie für den Maschineneinsatz entscheidend. Es handelt sich um keine Pflichteingabe.

FIP2 Merkmalsschlüssel für die Inklination (Neigung)

Exposition (EXP) Eingabe nur für HB, NHB und NEF nach unten genanntem Schlüssel; im Wesentlichen keine Eingabe für SF Die Exposition bringt die Ausrichtung des Geländes in eine bestimmte Himmelsrichtung zum Ausdruck. Sie hat vor allem bei geneigtem Gelände Bedeutung. Es handelt sich um keine Pflichteingabe.

FIP2 Merkmalsschlüssel für die Exposition (Lage bezogen auf die Himmelsrichtung)

Höhenlage über NN in m (HL)Eingabe nur für HB, NHB und NEF in Meter (m) über NN; im Wesentlichen keine Eingabe für SF. Die Höhenlage stellt eine allgemeine Information dar, die nur angesprochen werden sollte, wenn sie leicht ansprechbar ist oder wenn sie digital vorliegt. Es handelt sich um keine Pflichteingabe.

Geländeausformung (GAF) Eingabe nur für HB, NHB und NEF nach unten genanntem Schlüssel; im Wesentlichen keine Eingabe für SF. Die Geländeausformung dient in Kombination mit der Hangneigung besonders bei Holzboden zur Einschätzung der Bearbeitbarkeit der Fläche mit Harvestern und Forwardern. Sie charakterisiert Besonderheiten der Bodenoberfläche. Es handelt sich um keine Pflichteingabe.

FIP2 Merkmalsschlüssel für die Geländeausformung

Flächenausformung der Geländeausformung (GAF-ANT) Eingabe als numerische Zahl (%) nur wenn eine Geländeausformung eingegeben wurde. Dieses Merkmal bringt den prozentualen Anteil der Fläche der Geländeausformung an der gesamten Bestandsfläche zum Ausdruck. Es kann aus verschiedenen Unterlagen abgeleitet werden (Standortskarte, Digitalisierung, manuelle Ermittlung). Es handelt sich um keine Pflichteingabe.

Befahrbarkeit (BEF) Eingabe nur für HB, NHB und NEF nach unten genanntem Schlüssel; im Wesentlichen keine Eingabe für SF. Dieses Merkmal drückt vor allem die Befahrbarkeit von bestockten Waldflächen (Holzböden) und Nichtholzböden (Wegen) mit den derzeit verwendeten Fahrzeugen und Maschinen aus (Harvester, Forewarder, Holzabfuhrfahrzeuge usw.). Kriterien der Einstufung sind bei Wegen die Befahrbarkeit mit Holzabfuhrfahrzeugen ausgehend von Fahrbahnbreite, Befestigung, Steilheit und Kurvenreichtum sowie bei bestockten Waldflächen die Befahrbarkeit mit Harvestern und Forewardern ausgehend von Hangneigung, Bodenfeuchte und Geröllfeldern. Es handelt sich um keine Pflichteingabe.

FIP2 Merkmalsschlüssel für die Befahrbarkeit

Blocküberlagerung (Blck-Ül) Überlagerung des gewachsenen Bodens mit Felsstücken und großen Steinen von mehr als 20 cm Durchmesser. Blocküberlagerung findet sich häufig an Hängen unterhalb härterer anstehender Gesteinsschichten und stellt ein Hindernis für die Waldarbeit und für die Anlage von Rückegassen oder Maschinenwegen dar.

FIP2 Merkmalsschlüssel für die Blocküberlagerung